Die Talentschmiede steht in Heidelberg

Am 25. Und 26. Juni finden die 25. SAS Institute Heidelberg Juniors & Girls Sevens statt

Heidelbergs Rugby feiert ein weiteres Jubiläum. Im 27. Jahr der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem Software-Haus SAS Institute und dem Rugby-Verband Baden-Württemberg werden am Samstag (25. Juni, 10 bis 17 Uhr) und Sonntag (26. Juni, 9 bis 16.30 Uhr) die 25. SAS Institute Heidelberg Juniors & Girls Sevens ausgetragen – ein Einladungsturnier im olympischen Siebenerrugby, an dem sich zwölf Jugendmannschaften unter 16 Jahren und sechs Juniorinnenteams unter 18 Jahren beteiligen. Diese kommen aus Belgien, Dubai, England, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Tschechien und den deutschen Landesverbänden Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Blitzschnelles Angriffsrugby ist das Markenzeichen der Baden-Württemberger. Foto: F&S

Bei der letzten Austragung im Juni 2019 feierten die beiden tschechischen Nationalmannschaften Turniersiege: Die Mädchen mit 36:0 gegen Baden-Württemberg, die Jungen mit 17:12 ebenfalls gegen die Gastgeber, die erneut zwei Formationen ins Rennen schicken. 216 Spielerinnen und Spieler werden in Heidelberg ihr Können zeigen, etwa 70 Frauen und Männer im Organisationsteam und rund 20 Schiedsrichtende werden für einen reibungslosen Ablauf sorgen, so dass Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Eckart Würzner als Schirmherr am Sonntag um 16.15 Uhr pünktlich mit der Siegerehrung beginnen kann. 2020 und 2021 musste das Turnier wegen der Coronavirus-Pandemie ausfallen.

Erstmals dabei sind die Mädchen aus dem arabischen Emirat Dubai, die sich im Modus jeder gegen jeden mit den Auswahlen Belgiens, Brüssels, Bayerns, des französischen Landesverbandes Elsass und Baden-Württembergs messen werden. Mit den Platzierungsspielen hat jedes Team sechs Spiele in zwei Tagen.

Das gilt auch für die Jungen, die ihre Vorrunde in drei Gruppen austragen. Titelverteidiger Tschechien trifft auf die Niederlande, Hessen und Baden-Württemberg II. Baden-Württemberg I spielt gegen Hamburg, Belgien und Bayern, während die 2019 sehr guten Brandenburger es zunächst mit Luxemburg, Nordrhein-Westfalen und dem Shelford RFC aus Heidelbergs englischer Partnerstadt Cambridge aufnehmen müssen.

Die Heidelberg Juniors & Girls Sevens stehen oft am Anfang großer Karrieren. So sind im Laufe der Jahre rund 50 spätere deutsche Siebenerrugby-Nationalspieler im Fritz-Grunebaum-Sportpark (Harbiweg 9 in Kirchheim) aufgelaufen. In bester Erinnerung sind die Teams des französischen Landesverbandes Midi-Pyrénées. Zu den Turniersiegern 2013 zählten Flankenstürmer Baptiste Delaporte und Außendreiviertel Thomas Larregain. Die heute 25-Jährigen werden am Freitagabend mit Castres Olympique das Endspiel der französischen Meisterschaft bestreiten. Ihr Teamkamerad war damals der wieselflinke Stürmer Peata Mauvaka, der inzwischen 124 Kilogramm wiegt, als Hakler mit Stade Toulousain die Meistertitel 2019 und 2021 und den europäischen Champions Cup 2021 und mit der Nationalmannschaft den Grand Slam im Sechs-Nationen-Turnier 2022 gewonnen hat. Sein bisher größtes Spiel bestritt Mauvaka im Herbst 2021 im Stade de France beim 40:25-Sieg über die neuseeländischen All Blacks, als er zwei Versuche erzielte.

Baden-Württemberg U18: Sonja von Appen (HTV), Mia Barbu (TSV), Emilia Hacker (HRK), Anna Karapanagiotidis (HRK), Jule Karstens (HRK), Julia Peterburs (TV Wiedenbrück), Charlotte Pfaffmann (HTV), Nele Seeberger (KSV), Lara Stimmler (HRK), Sofia Stork-Budia (HTV), Chiara Tricks (HTV), Lisa Thiel (Rugby Pforzheim), Nellie Roche (KSV); Team-Managerin: Caroline Augspurger-Hacker; Trainer: Lisa Bohrmann, Andreas Hacker.

Baden-Württemberg U16: Luca Benighaus (HRK), Nils Benighaus (HRK), Ruben Beyrer (RGH), Philip Buchta (TSV), Julius Diavara (TSV), Noah Douglas (RGH), Silas Eigenbrodt (HRK), Tobias Feil (TSV), Carl Hoffmann (HRK), Rasmus Jung (HTV), Max Kallinger (TSV), Aurel Knorr (HRK), Philipp Kraft (TSV), Laurin Kugel (HRK), Jannik Leimert (HRK), Niall Miskella (TSV), Camille Nyman (RGH), Haakon Oeß (HRK), Joscha Paral (RGH), Marc Postillon (TSV), Benjamin Schmitt (HRK), Felix Weixelbaumer (TSV), Sebastian Wellensiek (HTV), Colin Wiedemann (HRK); Team-Manager: Elmar Menold; Trainer: Jan Ceselka, Matthias Bechtel, Senzo Ngubane, Alexander Wiedemann.